Bagdad?

Wie siehts denn aus in den heimischen Küchen? Meinereiner muss gestehen, tatsächlich seinen Schorsch länger nicht mehr „angerührt“ zu haben. Allerdings interessiert mich langsam wirklich, zu was dieses kleine Gläschen im Kühlschrank noch zu gebrauchen ist, also werde ich es bald mal wieder riskieren.
Wie sieht es bei Euch aus? Laufen die Öfen zur Weihnachtszeit wieder heiß oder lässt sich das Projekt breadlab bald schließen?
Essigsaure Grüße, hihi
Vergleich

Nach diversen Versuchen mit meinen beiden Zöglingen, Franz aus der eigenen Produktion und dem Schorsch-Abkömmling Schorscherl, ist es mal an der Zeit, die beiden etwas zu vergleichen. Schorscherls Stärke ist eindeutig die Säure! Was der anpackt, dem ist das gewisse Sauerteig-Etwas gewiss. Jetzt verstehe ich auch, warum meine Mit-Schorsch-User immer von max. 18 Stunden Gärzeit gesprochen haben! Im allgemeinen reicht das. Dabei bleibt jedoch der Teig selbst ziemlich kompakt. In diesem Punkt kann Franz sein ganzes Potential ausspielen. Was er anpackt wird luftig und locker. Säuretechnisch ist er etwas schwächer auf der Brust als Schorscherl und darum sind bei ihm Gärzeiten von 22 Stunden und etwas mehr durchaus noch im Rahmen, wobei er mit dieser Zeitzugabe durchaus den gleichen Säuerungsgrad wie Schorscherl entwickelt.
Alles in allem zwei außerordentliche Talente, die es durchaus verdient haben, abwechselnd eifrig genutzt zu werden.
Obiges Bild ist übrigens mein neuestes Schorscherl-Brot.
notbrot

nachdem mein schorsch-nachfahre mit essigsaurem geruch vom kühlschrank in den abfalleimer umgezogen ist, musste heut morgen ein notteig mit zugabe von hefe und einem eilends gekauften päckchen sauerteig-extrakt ran. die verwendung von genügend brotgewürz gleicht jedoch den hefegeschmack aus, so dass ich voll und ganz zufrieden mit dem ergebnis bin.
Brot zur Erdbeerzeit

Mein guter Franz wird immer besser. Auch nach einer guten halben Woche hält sich das Brot schön locker und saftig. Im gleichen Zuge darf ich meine Anneliese vorstellen, die im Hintergrund zu sehen ist und jedesmal für das passende feine Roggenvollkornmehl sorgt. Mit 22 Stunden habe ich jetzt übrigens eine Gärzeit nach meinem Geschmack gefunden.
Wie ebenfalls im Hintergrund zu sehen ist die Erdbeersaison in vollem Gange. Hier Erdbeerkuchen Nr. 1 & 2 der Saison. Wahrscheinlich morgen wird die Nr. 3 folgen. Erdbeeren im Brot wäre zwar auch sicherlich eine interessante Neukreation, aber als Freund von Klassikern streiche ich sie lieber als Marmelade drauf. Macht sich wunderbar.
28-Stunden-Brot
Tja, zu gut gemeint! 28 Stunden sind für einen Sauerteig einfach ein bisschen viel
Ist zwar traumhaft aufgegangen – was ich von meinem guten Sauerteigchen vorher nicht gewohnt war – schmeckt aber – wen überrascht’s – so ein kleines bisschen sauer. Immerhin weiß ich, dass ich den Teig noch nicht aufgeben muss!
72-Stunden-Kuchen

Seht, welch Prachttat
Ich vollbracht hab!
Zum Erfolg der Spielgestalter
Die für das betagte Alter
Werkelten an dreien Tagen
Hab ich gütlich beigetragen.
Im Gegensatz zu Hochschulpriestern
Habe ich den kleinen Biestern
Nicht nur Wasser angeschleppt,
Sondern auch mit Limonade,
Die mir keinesfalls zu schade,
Einen Kuchen aufgepeppt.
Schnell Bisquitteig angerührt
Und dem Ofen zugeführt.
Hokuspokus Dosenpfirsich,
In den Quark rein und dann quirl ich,
Denn mit einer fetten Masse
wird das Werk erst richtig klasse.
Auch wenn schmackhaft und begehrt
Wurde er nicht ganz verzehrt.
Ruhte in dem kühlen Schranke
Bis zwei Burschen kamen,
Sich die Reste nahmen
Und ganz herzlich sagten Danke!
gärkörbchen

diese woche habe ich seit langem wieder mal gebacken. dabei kam erstmals mein geburtstagsgeschenk, ein gärkorb, zum einsatz. das ergebnis war okay, an manchen stellen etwas verbesserungswürdig. zum einen habe ich erstmal so viel mehl in den korb gegeben, dass man kaum mehr ein muster sieht. so schauts auch außen ein wenig blass aus. der teig selbst ist recht fest geraten, er hatte aber genug zeit zum gehen, da ich ihn morgens vor der arbeit geknetet und das brot dann erst abends gebacken habe…
Neuland
Ich habe es heute mal gewagt, ein Brot ohne Form zu backen und bin sowohl von der gustatorischen als auch der haptischen Erfahrung begeistert!

Russischer Zupfkuchen

Mein bisher erfolgreichster Kuchen! Hier das Rezept:
Teig
150 g Butter , 150 g Zucker, 1 Ei, 1 P Backpulver, 2 EL Kakao, 300 g Mehl
Füllung
125 g Butter, 150 g Zucker, 1 P Vanillezucker, 3 Eier, 1 P Vanillepudding, 500g Quark, 1 EL Rum
Für ein Blech das doppelte. Rinjehaun!
PS: Impressionen aus der Fertigung…


Formvollendet

Ein weiteres Brot in der Schrati-Standard-Mischung, das wohl etwas aus der Form geraten ist und nun durch harte und weiche über- und abstehende Hautlappen gekennzeichnet ist. Aber hat geschmeckt!


